„Sag mal, spinnst du?“ schnauzt sie ihn durchs Telefon an.
„Ich? Nein, aber du scheinbar. Welchen Ton legst du an den Tag?“ antwortet Ralf gelassen.
Anette schnaubt genervt aus und stampft.
„Also, heute alle deine Toys an Fiona übergeben. Du hast kein Orgasmusverbot mehr, allerdings bestimme ich, wie und wann du kommen darfst. Das wird ein Teil deiner Bestrafung.“
Sie beißt sich auf die Zunge und kneift die Augen zusammen.
„Mhm…“ murrt sie zurück und dann verabschiedet sich Ralf.
Während sie das Handy in die Tasche stopft, meckert sie.
„Was für ein Blödsinn…. Mimimimi … ich bestimme wie, wann und blabla … Arsch!“ äfft sie Ralf nach und kramt einen Rucksack aus dem Schrank.
Zornig wirft sie ihre Toys der Reihe nach in den Rucksack und zieht grob den Reißverschluss zu.
Mit den Spielsachen im Gepäck fährt sie zur Arbeit.
Dort knallt sie ihrer Kollegin den Rucksack auf den Tisch und stampft zu ihrem Schreibtisch.
Fiona schüttelt verwirrt den Kopf.
„Was? Hä? Was soll ich mit deinem Rucksack? Warum bist du so aufgebracht?“
„Frag nicht!“ schnauzt Anette zurück und lässt sich in den Sessel fallen.
„Also, jetzt benimm dich! Ich hab dir nichts getan. Zu mir kannst du freundlich sein!“ fordert Fiona.
Ihre Freundin atmet aus und beginnt sich zu entschuldigen.
„Ja, Sorry, das war nicht so gemeint. Du kannst nichts dafür, ich hätte mich dir gegenüber nicht so trotzig verhalten sollen… Sorry, aber dein Freund … am liebsten möchte ich ihn würgen und schütteln, diesen Wichser!“
„Erzähl. Was hat Ralf getan?“ hakt Fiona weiter nach.
„Ja, also .. schau rein … dann siehst du es …“ Anette zeigt auf den Rucksack.
Ihre Kollegin zieht vorsichtig den Reißverschluss auf und pfeift erstaunt.
„Oha. Sind das deine Toys? Da ist ja alles dabei? Plugs, Dildos, Klemmen, sogar dein Gleitgel? Warum?“
„Mhm. Ralf hat mich vorhin angerufen. Ich muss alle meine Toys übergeben. Er bestimmt, womit und wann ich kommen darf, aber meine Toys darf ich nicht behalten. Aber hey, ich habe kein Orgasmusverbot mehr, das ist ja toll.“ erklärt sie mit sarkastischem Tonfall.
„Och, das ist echt fies.“ bestätigt Fiona zustimmend.
Sie kramt im Rucksack herum und schmunzelt.
„Hmm…“ überlegt sie laut.
„Hmm?“ summt Anette.
„Ich muss mal kurz etwas abklären.“ meint Fiona und verschwindet aus dem Büro.
Einige Minuten später kommt sie mit einem frechen Grinsen auf den Lippen zurück.
„Warum siehst du mich so an?“ fragt Anette entgeistert.
„Ich habe dir gerade ein Sextoy rausgehandelt, welches du behalten darfst. Aaaaber, die Sache hat einen kleinen Haken.“ grinst Fiona.
„Was hast du ausgehandelt!? Sag jetzt nicht, es geht um den Analhaken, der da auch dabei ist?“ kommt von Anette, die entsetzt zu ihrer Kollegin sieht.
„Nein, darum geht es nicht, aber um den kleinen Plug, den du da auch dabei liegen hast. Den darfst du behalten, allerdings musst du ihn hier im Büro lassen und Ralf möchte sich herausnehmen, dass er dich jederzeit, natürlich wenn es dich nicht bei der Arbeit hindert, dazu auffordert, dass du dir den Plug einführst.“
„Das ist doch nur gemein! Davon habe ich doch nichts?“ beschwert sich Anette.
„Also lieber alles wegsperren?“
„Nein! Manno… ja, okay, lieber so als gar keine Freude mehr bei der Arbeit.“ scherzt Anette und bekommt den Plug überreicht.
„Und hier, das behältst du auch.“ meint Fiona und drückt ihr noch das Gleitgel in die Hand.
Anette versteckt die Sachen in einer ihrer Schubladen unter dem Schreibtisch und sperrt diese wieder ab.
„Danke.“ bringt sie hervor.
„Bitte, habe ich gerne gemacht. Ich bin gespannt, was Ralf mit den Toys vorhat.“
„Ja, ich auch … der wird viel Spaß haben mit meinen Dildos und Vibratoren.“ antwortet Anette zynisch und bringt Fiona damit zum Lachen.